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10 Tipps für Ihre Suchmaschinen-Optimierungs-Strategie 2016

2016 ändern sich einige Dinge in der Suchmaschinen-Optimierung. Folgende Trends beobachten die Spezialisten von Searchmetrics:

  1. Backlinks verlieren an Bedeutung.
  2. Das Sucherlebnis des Nutzers rückt in den Fokus der Aufmerksamkeit.
  3. Das einzelne Keyword verliert an Bedeutung.
  4. Umfassender Content wird immer wichtiger.
  5. Social Signals sind ein Bonus.

Wir möchten kurz auf diese Punkte eingehen und schauen, welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf Ihre Suchmaschinen-Optimierungs-Strategie 2016 haben.

Backlinks & Sucherlebnis des Nutzers
Lange Zeit galten viele gute Backlinks (Links von anderen Websites) als DER Erfolgsfaktor für vordere Plätze in den Suchergebnissen. Das ändert sich ab 2016 langsam und Google setzt zunehmend auf unabhängige Qualitätsmaßstäbe: das Verhalten der Besucher Ihrer Website. Echte Links auf gute Inhalte, die andere gern verlinken möchten, bleiben weiterhin ein Qualitätsfaktor. Hier zählt künftig wieder (organische) Klasse statt (optimierte) Masse.

Wichtiger werden aber nun die so genannten Nutzersignale oder neudeutsch User Experience. Das beginnt mit der Bedienbarkeit auf verschiedenen Endgeräten (wir haben über das mobile Update hier bereits berichtet) und geht bis hin zu guten Link- und Inhaltsstrukturen und die Nutzung von interaktiven Elementen. Folgende Kennzahlen rücken hier in den Mittelpunkt der Betrachtung der Nutzerzufriedenheit:

  • Click-Through-Rate (CTR): Verhältnis wie oft die Seite in den Suchergebnissen erscheint und wie oft sie angeklickt wird.
  • Bounce Rate: Abbrecherrate oder wie viele Besucher die Website auf der ersten Seite wieder verlassen (und zurück zu Google gehen).
  • Time on Site: Besuchsdauer oder wie viel Zeit der Besucher auf Ihrer Website verbringt.

Google will also messen, wie attraktiv das Informationsschnipsel Ihrer Website in den Suchergebnissen ist (CTR), wie schnell Besucher von einer Seite wieder zurück zu Google kommen und ein weiteres Suchergebnis anklicken (Bounce Rate) und wie lange die Besucher bei Ihnen bleiben (Time on Site). Diese Dinge gilt es 2016 positiv zu gestalten.

Die SEO-Agentur Bloofusion geht sogar schon soweit, SEO jetzt statt Search Engine Optimization als Search Experience Optimization zu bezeichnen. Denn es geht nun wirklich darum, den suchenden Besucher abzuholen und sein Informationsbedürfnis zu stillen.

Die abnehmende Relevanz der Backlinks und zunehmende Bedeutung der Nutzersignale passt gut ins Bild der Entwicklung des Google Suchalgorithmus über die gesamte Zeit: Es verschwinden vom Webmaster oder Website-Betreiber selbst beeinflussbare Dinge – ich denke hier unter anderem an die Anfangszeiten von Google zurück, als Webmaster weißen Text auf weißem Grund, Doorway Pages, Keywords-Tag oder gekaufte Links für gute Rankings einsetzen konnten. Das letzte prominente Beispiel hierfür ist, dass Google den Description-Tag nicht mehr ausspielt, sondern auch hier auf echte Seiteninhalte setzt.

Keywords & ganzheitliche Inhalte
Google verbessert seinen Algorithmus immer mehr in Richtung Wortbedeutungen, d.h. die semantische Suche ist mittlerweile Suchalltag. Semantische Suche bedeutet zum Beispiel, dass Google weiß, dass in einem Text über Aspirin das Wort Kopfschmerzen vorkommen muss. Sichtbar sind die Querverbindungen unterhalb der Suchergebnis-Listungen im Bereich Verwandte Suchanfragen. Im Vergleich zu früher, als der Algorithmus reine Buchstabenfolgen auswertete, ist Google nun viel schlauer und kann die Inhalte Ihrer Website viel besser verstehen.

Damit verliert das einzelne Keyword zunehmend an Bedeutung – aber da sein sollte es natürlich weiterhin. Nun steht es aber nicht mehr allein auf weiter Flur, sondern innerhalb eines Textes, in dem auch nahe Verwandte (sog. Proof Terms), Synonyme, Antonyme (Gegenteile) oder entfernte Verwandte (sog. Relevant Terms) vorkommen. Das heißt holistischer Content, also Inhalte, die ein Thema umfassend beschreiben. Um wieder auf unser Beispiel zurück zu kommen: ein Text über Aspirin muss zwingend das Wort Kopfschmerzen enthalten.

Social Signals
Experten streiten seit es Social Networks gibt über deren Bedeutung für das Ranking. Lange Zeit wurde Google+ als möglicher Rankingfaktor gehandelt, woraus jedoch nichts geworden ist. In der Google-Logik sind Social Signals wieder Nutzersignale und damit eine unabhängige Qualitätsbewertung der Website. Wenn eine Seite über Social Networks geteilt oder geliked wird, dann muss sie inhaltlich gut sein. Seit letztem Jahr beobachten Experten dies auch in den Suchergebnissen, allerdings ranken auch Seiten gut, die keine Social Signals haben. Damit dienen Nutzersignale aus den Sozialen Netzwerken vorerst für 2016 als Bonus für ein gutes Ranking. Gut also, sie zu haben, aber auch kein Beinbruch, sie nicht zu haben, wenn man sonst alles richtig macht.

Fazit & Auswirkungen auf Ihre SEO
Auch 2016 bleibt die Suchmaschinen-Optimierung ein spannendes Thema, an dem Sie als Website-Betreiber intensiv arbeiten. Durch die Änderungen am Algorithmus ergeben sich dennoch ein paar Anpassungen für Ihre SEO-Strategie:

  1. Schauen Sie sich Ihre Keyword-Liste noch einmal an und überarbeiten Sie sie in Richtung Keyword und Variationen des Keywords.
  2. Meine Lieblingsregel „Ein Keyword pro Seite oder eine Seite pro Keyword“ muss neu formuliert lauten: „Eine Seite pro Thema oder ein Thema pro Seite.“ Damit wird die Erarbeitung von Inhalten einerseits einfacher (ein Text pro Thema) und andererseits:
  3. Die Texte pro Seite werden länger, da sie das gesamte Thema mit allen verschiedenen Aspekten und den dazugehörigen Keywords, Proof Terms und Relevant Terms abdecken. Die Experten raten, ein Text sollte mindestens 250, besser 500 oder 800 oder 1000 Wörter enthalten.
  4. Längere Texte bedeuten dann wiederum, dass diese eine gute Struktur brauchen, damit sie lesbar bleiben. Nutzen Sie H2- und H3-Überschriften zur Strukturierung, Listen, Bilder, Übersichten und auch Videos zur Visualisierung Ihrer Botschaften.
  5. Legen Sie besonderes Augenmerk auf Ihre Informationsschnipsel, die in den Suchergebnissen erscheinen: Optimieren Sie weiter Ihre Title Tags und Beschreibungen und nutzen Sie weitere Möglichkeiten wie Bewertungen (wo sinnvoll). Je überzeugender das Informationsschnipsel für den Suchenden ist, desto wahrscheinlicher wird er auf Ihre Website klicken.
  6. Optimieren Sie zusätzlich zum Description-Tag auch Ihre Überschriften und – ganz wichtig – auch die ersten zwei bis drei Zeilen Ihrer Texte. Diese blendet Google gern als Beschreibung ein.
  7. Analysieren und optimieren Sie Ihre Navigationsstruktur immer weiter. Ziel ist eine thematisch logische Struktur, die so flach wie möglich und so tief wie nötig ist.
  8. Analysieren Sie die Wege Ihrer Besucher und optimieren Sie das Nutzererlebnis der suchenden Besucher. Testen Sie verschiedene Suchbegriffe über Google und schauen Sie, was der Besucher sieht.
  9. Finden Sie die Suchbegriffe, die für Sie wichtig sind, aber zu hohen Abbrecherraten führen. Optimieren Sie das Sucherlebnis für diese Keywords.
  10. Analysieren Sie die Bedienbarkeit Ihrer Website auf verschiedenen Endgeräten. Dazu stellt Google u.a. auch das Testing Tool zur Verfügung.

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