5 innovative Trends im Webdesign

Gutes, durchdachtes Webdesign findet immer die richtige Balance zwischen einer ansprechenden Optik und nutzerfreundlicher Funktionalität. Das ist schon allein deswegen sinnvoll, da vor allem Trends in der Website-Gestaltung besonders von den zur Verfügung stehenden Technologien, wie der Art der genutzten Geräte, ihrer Rechenleistung oder dem genutzten Browser beeinflusst werden. Zudem spielen die Designgrundsätze eine zunehmend wichtigere Rolle.  Im Zuge der technologischen Veränderungen und Fortschritte der letzten Jahre ist eine zunehmend responsive (auf Mobilgeräte ausgelegte) Designphilosophie entstanden.

Hier beschreiben wir kurz 5 innovative Designtrends, die wie wir glauben, in den nächsten Jahren das Webdesign beherrschen werden:

  1. Menüs, die dem herkömmlichen Ordnungsschema trotzen

Top- und Sidebar sind seit dem Mittelalter des Webdesigns, also vor circa 20 Jahren, die Standartformen der Menüführung. Zumeist werden diese im oberen bzw. im seitlichen Bereich der Website angelegt. Seit dem Aufkommen des mobilen Webdesigns haben wir uns auch an das Hamburger-Menü gewöhnt. Aber: Es geht auch ganz anders!

  • Wieso also nicht das Menü einfach über die gesamte Website verteilen?

    www.theater-chemnitz.de

  • Machen Sie das Hamburger-Menü auch auf dem Desktop zur einzigen Navigationsmöglichkeit

Den Nutzern wird immer mehr bewusst, dass diese drei kleinen Linien ein Menü darstellen. Wieso also zwei Menüs designen, für die mobile und die Desktop-Variante, wenn es auch ein Einziges tut?

  • Das Menü als Pop-Up

Es muss ja nicht immer Drop-Down sein. Eine Navigation, die aufpoppt , zum Beispiel in der Mitte des Bildschirms, ist nicht nur erfrischend anders, es zeigt dem Nutzer auch auf den ersten Blick, wo er klicken muss, um die gesuchten Informationen zu finden.

 

  1. Verschmelzung von Greifbarem und Digitalem

Die Idee ist eigentlich ganz simpel: anstatt fotografische Elemente in statische Bildausschnitte zu quetschen –  und augenscheinlich ein Fenster von einem Bildschirm in die „reale“ Welt zu erzeugen, – wird mittels dezenter Animation der Eindruck erzeugt der Nutzer befände sich direkt innerhalb einer digitalen Landschaft. Ein Beispiel dafür ist das Startseitenbild der Website zur Bewerbung als Kulturhauptstadt der Stadt Chemnitz. Die augenscheinlich durch die laue Sommerluft schwirrenden Blütenpollen erwecken in dem statischen Bild einen Eindruck des Live-Dabei-Seins.

www.chemnitz2025.de

Eine weitere Trend-Entwicklung in diesem Bereich zeichnet sich bei Bild- oder Videomaterial ab, welches sich auf eine Mausbewegung hin bewegt oder auf Handybewegung reagiert. In diesem Kontext muss zudem die sich zunehmend verbreitende  Augmented Reality (AR) erwähnt werden. Diese bietet dem Nutzer  einen Mehrwert indem zusätzliche Inhalte mithilfe von Brillen, Tablets oder Mobiltelefonen sichtbar gemacht werden. Das wohl bekannteste Anwendungsbeispiel für Argmented Reality ist die 2016 populär gewordene PokemonGO-App.

Durch das Einfügen von physischen Objekten in einen digitalen Raum, verwischt die Grenze zwischen dem, was auf unseren Bildschirmen zu sehen ist und dem, was die reale Welt zeigt. Dadurch baut sich eine emotionale Verbindung zu den Bildern auf unseren Geräten auf.

 

  1. Mikrointeraktionen

Ein Ergebnis der menschlichen Evolution ist die Tatsache, dass Bewegungen Aufmerksamkeit erregen. Während schnelle und ruckartige Bewegungen auf Gefahr hindeuten, signalisieren kleine und flüssige Bewegungen „Leben“.

Auf der Website integrierte Designelemente, welche die Aufmerksamkeit des Users erregen, können diesen dazu bringen genau dort hinzuschauen, wo Sie möchten, dass er hinsieht.

Beispielsweise kann mit Hilfe von Mikrointeraktionen eine eindeutige Aufforderung mit einem klaren Feedback verbunden werden. So wandelt sich ein Download-Button sobald dieser geklickt wird in einen Ladebalken, der dem Nutzer den Downloadfortschritt anzeigt, welcher wiederum nach abgeschlossenem Download zu einem kleinen Häkchen wird. Der Nutzer erhält also mit nur einem Klick mehrere Informationen über visuelles Feedback.

Verschrecken Sie Ihre Nutzer aber nicht mit großflächigen Interaktionen, sondern greifen Sie lieber zu kleinen, dezenten Designs, die ein „natürliches“ Gefühl verleihen.

 

  1. Filmhintergründe

Bereits 2015 wurde große Videohintergründe auf der Webseite zum Trend. Einen Aufschwung in der Beliebtheitsskala erfuhren diese mit der Weiterentwicklung der Technik, welche schnellere Ladezeiten für Videomaterial ermöglicht. Zudem haben es die Fortschritte in WebGL möglich gemacht, interaktive zu werden und filmische Erlebnisse im World Wide Web zu erzeugen.

Ein schönes Beispiel aus unserer Agentur finden Sie hier:

www.leipzig.travel.de

 

  1. Gamification

Unter Gamification versteht man im Webdesign „die Anwendung spiel­typischer Elemente in einem spielfremden Kontext“. Die Zielstellung ist denkbar einfach: erhöhen des User Engagements. Sie möchten, dass sich der User an Ihre Website erinnert? Sie möchten, dass der User tiefer in die Website eintaucht? Dann sorgen Sie dafür, dass dem User die Seite Spaß macht!

Die Einbindung von spielerischen Elementen eignet sich dabei nicht nur für Webseiten im B2C-Bereich. Erklären Sie doch einfach ein technisches Produkt oder bringen Sie dem Nutzer eine neue Sprache bei, während dieser dabei auch noch gut unterhalten wird. Ein Beispiel für Sprachen lernen mittels spielerischer Web-Unterhaltung bietet die Seite www.sbs.com.au/mygrandmotherslingo.

www.sbs.com.au/mygrandmotherslingo

Ein anderes großartiges Beispiel für Gamification ist die Seite für den Film „Swiss Army Man“. Die 3D-Elemente auf dieser Seite sind nicht einfach nur irgendwelche coolen Effekte. Sie bekommen eine Figur zur Verfügung gestellt und können diese durch einen Raum, in dem es Schwerkraft und physikalische Effekte gibt, werfen.

www.swissarmyman.com

Unsere vorgestellten 5 Trends  innovativer Webgestaltung lassen den Nutzer also nicht nur in die Seite eintauchen, sie machen das Design förmlich spürbar und können so dazu beitragen, dass der User eine Bindung zu Ihrer Website, Ihrem Produkt oder Dienstleistung aufbaut. Und sind wir mal ehrlich – genau das ist die Zielstellung an ein professionelles Webdesign!