Da will ich hin, dort kann ich sein. Vom Marketing zur Marke – letzter Teil

Amazon, ADAC, Coca Cola, Danone, EnBw, Kühne & Nagel, McDonalds, Vodafone oder Xerox. Keine bloße Aufzählung erfolgreicher Unternehmen, sondern ein Ausschnitt aus der diesjährigen Liste der Top 100 Arbeitgeber in Deutschland. Diese Unternehmen sind begehrt – nicht nur von den jeweiligen Zielgruppen und Kundenkreisen, sondern auch von den (potentiellen) Angestellten. Hier möchte man sich unbedingt erfolgreich bewerben. Hier will man stolzer Mitarbeiter sein. Klingt schließlich toll, wenn man sagt, wer sein Arbeitgeber ist.

Wo, wenn nicht hier, macht der Arbeitsalltag Freude? Wo, wenn nicht hier, kann man seine Ziele verfolgen und sich beruflich immer weiter entwickeln? Ohne Zweifel auch in zahlreichen Unternehmen, die nicht Teil dieser Liste sind. Doch oft weiß keiner, um die dortigen paradiesischen Arbeitsbedingungen.

Weshalb nicht? Weil einfach keiner darüber spricht! Insbesondere Klein- und Mittelständische Unternehmen verzichten oftmals auf Imagearbeit im Bereich Employer Branding – und vergeben so wertvolle Chancen auf engagierte und gut ausgebildete Fachkräfte. Dabei sind Mitarbeiterbindung, -motivation und die Arbeit mit „echten“ Menschen in der Außenkommunikation für die Authentizität und Imagebildung eines Unternehmens unverzichtbar.

Auch Mitarbeiter wollen erobert werden

Sicher stehen im Fokus eines Unternehmens immer wieder die Kunden, Kunden, Kunden. Mit ihnen führt man Dialoge, nutzt Social-Media-Kanäle zur Kundenbindung und -begeisterung und versucht mit Gefühl die eigene Zielgruppe zu verführen. Ziel ist es seine Kunden langsam zu erobern, nachhaltig an die eigene Marke zu binden – eine wertvolle Beziehung aufzubauen (s. gesamte Artikelreihe „Vom Marketing zur Marke“ im BVMW Kurier oder hier im Blog).

Doch es gilt eben auch die eigenen und potentiellen Mitarbeiter zu erobern. Sei es im Sturm oder eben durch kontinuierliches Engagement im Bereich Personalmarketing. Auch hier sollte man den berühmten roten Faden der gesamten Markenkommunikation weiter spinnen, Mut zur Marke beweisen – und so ein unwiderstehliches Image aufbauen und als Arbeitgebermarke attraktiv werden.

Analog zur Kommunikation mit König Kunde sollte man sich als Unternehmen daher auch die Fragen stellen, wie man für die (potentiellen) Mitarbeiter die eigene Marke zeitgemäß, nachhaltig und erfolgreich am Markt positioniert; wie man seine Mitarbeiter – und damit auch Fachkräfte, Know-how und Wissen – an das eigene Unternehmen bindet oder welche Botschaften bei der Zielgruppe Mitarbeiter gut ankommen. Kurzum: Wie bleiben einmal gewonnene Mitarbeiter dauerhaft zufriedene Arbeitnehmer?

 

Employer Branding will gelernt sein

Wie man’s richtig angehen kann, zeigte McDonalds bereits im vergangenen Jahr mit seiner Kampagne „Mache deinen Weg“, in welcher sich der Burgerbrater ganz offensiv im Bereich Employer Branding engagiert und Investitionen in die eigenen Mitarbeiter macht. Die Kampagne „markiert auch ein Umdenken im Personalmarketing: Im Vordergrund stehen weder Stellen noch Karriere­per­spektiven, sondern das Image des Unternehmens als Arbeitgeber.“ (http://www.wuv.de/nachrichten/karriere_job/trends/gemeinsam_stark_produktmarketing_und_recruiting, 26.11.2010) Mit Erfolg! Ein Platz unter den Top 100 Arbeitgebern ist sicher!

Wie man es nicht macht, zeigt das Beispiel der Ergo Versicherung (ehemals Hamburg Mannheimer), die in den vergangenen Wochen wegen zweifelhafter Mitarbeiterincentives Schlagzeilen machte, die jetzt nach vier Jahren für Aufsehen und einen gehörigen Imageschaden sorgen. Mitarbeitermotivation gut und schön – eine Belohnung durch mit Armbändchen gekennzeichnete Prostituierte für die Herren Geschäftsführer und die besten Vertriebsmitarbeiter auf einer zwielichtigen Feier ist jedoch eher nicht ratsam.

Da hilft auch die Ergo-Kampagne im Zuge der Marken-Repositionierung ganz im Stil der neuen ehrlichen Werbewelt nicht viel (s. Jetzt mal ehrlich: Ehrlich währt am längsten, oder?, Teil 4 der Artikelreihe). Das Image ist angekratzt und derzeit prahlt nicht jeder gern damit Ergo-Mitarbeiter zu sein.

Sie wollen, dass Ihre (künftigen) Mitarbeiter mit Stolz geschwellter Brust sagen, wer ihr Arbeitgeber ist? Oder gut ausgebildete Fachkräfte sagen, dort will ich hin?! Dann bringen Sie mit uns Ihr Marketing nach innen und außen auf Kurs – und gehen mit uns den Weg zu Ihrer Marke.

 

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