Jetzt mal ehrlich: Ehrlich währt am längsten, oder? Vom Marketing zur Marke – Teil 4

Kennen Sie Haukes Base? Oder Susannes Base? Oder Marcell D’avis vom Internetdienstleister 1&1? Und was ist mit den verhassten Grauen Herren oder den beschriebenen Außerirdischen aus den Werbespots der Ergo Versicherung? Alles Beispiele von Werbekampagnen, die in der „neuen“, ganz ehrlichen Werbewelt in den Köpfen der Kreativen entstehen und bei den Zielgruppen scheinbar großen Anklang finden, zumindest aber für Gesprächsstoff sorgen.

Mit diesem Trend zur Ehrlichkeit und Authentizität – insbesondere im Umgang mit Markenbotschaften – reagieren die Vermarkter auf die veränderten Gegebenheiten in der (Kunden-)Kommunikation – nicht zuletzt durch das schier unerschöpfliche Informationsmedium Internet, Web 2.0 oder die Möglichkeiten von Social Media. Kunden werden immer aufgeklärter, selbstbewusster und kritischer – und auf dem Weg vom Marketing zur Marke zählen neben Durchhaltevermögen, Alleinstellungsmerkmalen, Konzentration aufs Wesentliche oder Kreativität seit Neuestem eben auch wieder Ehrlichkeit, Offenheit und Authentizität immer stärker.

 

Ein Quäntchen Wahrheit

Aus den letzten Teilen der Artikelserie, die Sie im Übrigen auch hier in unserem Blog finden, wissen Sie um den Faktor absoluter Kundenorientierung, dass sich auch im Mittelstand der Mut zur Marke lohnt und dass sich integrierte Kommunikationsstrategien am besten etablieren. Auch der berühmte Rote Faden in Ihren Marketingkampagnen ist gesponnen! Bleibt nun die Frage offen, welche Botschaften bei Ihren Kunden am besten ankommen?

Was sollte in Ihren Werbeaussagen stecken, um sich erfolgreich bei Ihren Kunden im Gedächtnis zu verankern, so dass auch bei ungestützten Befragungen Ihre Marke in der jeweiligen Aufzählung Ihrer Kunden ist – und noch wichtiger: Ihre Produkte und Dienstleistungen gekauft werden und Sie Ihre Kunden dauerhaft an Ihre Marke binden?

In jedem Fall ein großes Quäntchen Wahrheit! Und das nicht nur, um dem Megatrend zu mehr Ehrlichkeit und Transparenz in Marketing und Werbung Folge zu leisten. Wer will von schon Grauen Herren beraten werden? Wer möchte Produkte kaufen, die sich als Flop erweisen? Oder auch – wie im aktuellen Beispiel der Discountkette KiK – Kunde eines Unternehmens sein, das sich mit fragwürdigen Unternehmenswerten schmückt?

 

Lohnt sich Ehrlichkeit im Marketing?

Kunden, auch Ihre, fordern heutzutage geradezu den ehrlichen Weg in Marketing und Werbung. Zwar spricht nichts gegen den ein oder anderen Euphemismus oder auch eine überspitze Formulierung insbesondere in der Imagewerbung, doch sobald sich die Konsumenten von heute hintergangen fühlen, reagieren sie schnell mit Kaufverweigerung – und dem Unternehmen drohen Glaubwürdigkeits- und Imageverluste, die nur mühsam durch konsequente PR-Arbeit, neue Kommunikationsstrategien und Marketingmaßnahmen und ein großes Budget wieder ausgeglichen werden können.

Ob es nötig ist, der Forderung britischer Regierungspolitiker Folge zu leisten, dass in allen Werbekampagnen ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass Models mit Airbrush und Photoshop „aufgehübscht“ wurden, sei dahin gestellt. Schließlich sollte jeder ein kleines (Erfolgs-)Geheimnis für sich behalten dürfen, oder?

Laden Sie Ihre Kunden zum Dialog ein

Wichtig ist hingegen, dass Sie als Unternehmen kontinuierlich in den Dialog mit Ihren Kunden treten – auch wenn es sich um negative Themen handelt. Reagieren Sie darauf – machen Sie sich somit nahbar, menschlich und damit zum Vertrauten Ihrer Zielgruppen! Denn: Je transparenter ein Unternehmen, umso vertrauenswürdiger ist es.

Ja, es erfordert gewissen Mut mit ehrlichen Kundenaussagen zu arbeiten, da hier ein gewisser Faktor X hineinspielt, der unberechenbar ist. Doch richtig eingesetzt, kann ein Markenauftritt als ehrlichste oder authentischste Marke Ihrer Branche sehr erfolgversprechend sein.

Lange (Marken-)Beine – ganz ohne Lügen

Wie Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen auch ohne Werbelügen und unnötiges Marketinggeschwätz besonders langbeinig und attraktiv für Ihre Kunden erscheinen lassen, erfahren Sie bei uns. Wir freuen uns auf Ihre Marketingherausforderungen und servieren Ihnen gern eine heiße Tasse Kaffee. Ehrlich!

One comment

  1. Genau genommen haben Unternehmen gar keine andere Wahl mehr in einer Welt, in der sich die Kunden in Foren und sozialen Netzwerken zusammenfinden, um über Ihre guten und schlechten Erfahrungen austauschen. Eine private Meinung eines „Betroffenen“ ist nun mal glaubwürdiger, auch wenn man die Person nicht kennt.

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