Pro & Kontra: Lesen Sie Newsletter?

In der neuen Reihe „Pro & Kontra“ treten die CREATIVCLICKS-Geschäftsführer Kristian Voigt und Sandro Zimmermann in den Ring, äh, in den Dialog. Knallhart und mit fachlich geschickt platzierten Hieben erleben wir hautnah und kompetent, wie Unternehmen die Digitale Transformation mit Mehrwert mitgestalten können. Ladies and Gentlemen, wir beginnen die Runde mit dem ersten Thema: Dem Newsletter. Hinweis: Am Ende des Textes finden Sie eine Zusammenfassung der Diskussion.

Spam oder Informationen frei Haus? Newsletter spalten sowohl professionell Kommunizierende als auch Kunden seit über 10 Jahren. Beliebige Kundenansprache, langweilige Themen, dröge Texte: Nicht wenige Newsletter landen wohl zu Recht im digitalen Mülleimer. Wobei: Irgendwann hat man den Newsletter doch einmal abonniert, oder? Und da fand man das Unternehmen gut. Es böte sich also die Chance, auf genau die richtigen Leser zu treffen. Oder, Sandro?

Sandro Zimmermann: Von vielen E-Mails fühle ich mich null emotional angesprochen. Jeder will mir seine Nachrichten und Nichtigkeiten eingeben, nur keiner von denen will mit mir reden. Man langweilt mich zu oft mit absolut nichts Neuem, mit fürchterlicher Gestaltung und unfrischen Farben. Klingt hart, aber: Für die meisten Newsletter nehme ich mir nicht einmal die Zeit, um sie zu löschen.

Kristian Voigt: Sandro, jetzt mal ruhig: Wer eine Anzeigenzeitung abonniert, kann halt keine FAZ erwarten. In meinem Postfach erwarten mich Newsletter, die mir ganz klare Wissensvorteile verschaffen. Im Gegensatz zum häufig arg strapazierten Facebook kann ich in einem Newsletter umfangreiche Hintergründe, multimedial vielfältige Inhalte und perfekt zugeschnittene Angebote erwarten. Ein exzellenter Newsletter ist eine Repräsentanz des Unternehmens und ganz nah dran am Kunden. Schließlich komme ich als Unternehmen damit in sein Allerheiligste: Das E-Mail-Postfach. Das Vertrauen meiner Abonnenten darf ich also unter keinen Umständen verspielen.

Sandro Zimmermann: Hashtag Alte Schule! Wer benutzt seine E-Mails heute noch außerhalb der Arbeitszeiten und nimmt sich überhaupt die Zeit zum Lesen? So gut wie jeder krabbelt tagtäglich auf Datenkraken wie Facebook, Twitter, Google Plus, Instagram und WhatsApp herum. Das erleben die Kunden heute im Alltag, dort bekommen sie ihre Neuigkeiten. Das geht 24/7, mit einem Like oder einem Share lassen die Nutzer in Sekundenschnelle Inhalte viral gehen und Unternehmen bekommen ihre Fans fast von alleine. Nur: wer leitet schon einen Newsletter weiter?

Kristian Voigt: Ganz so das gelobte Land des Marketings sind die Sozialen Medien ja nicht. Bei Newslettern erreiche ich meine Zielgruppen mit einem guten Kampagnenmanagement themen- und interessengenau. Dann sehen die Klickraten und Reichweiten erheblich besser aus als auf Facebook, wo ohne Anzeigen sowieso fast nichts mehr geht. Davon abgesehen: Nichts ist so alt wie der Newsstream von vor 5 Minuten. E-Mails sind einfach nachhaltiger als der „Social-Bilderrausch“, dem es häufig an Seriosität und Verbindlichkeit fehlt.

Sandro Zimmermann: Aber wo ist bei Newslettern der Dialog? Bei einer Facebook-Anzeige erreiche ich mit einem kleinen Geld Fans und potentielle Kunden, die mein Angebot oder Thema sofort bewerten und kommentieren können. Wenn ich meinen Newsletter ordentlich machen will, brauche ich einen professionellen Anbieter und professionelle Software. Und das kostet!

Kristian Voigt: Sandro, wenn ich als Konzern oder Großzulieferer meine B2B-Partner erreichen will, bringen mir Anzeigen in Sozialen Netzwerken quasi gar nichts. Ich trete in keinen Dialog, zumindest nicht mit denen, die meine Produkte kaufen. Mit einer professionellen, multimedialen Verbindung mit Print, Online und ja, dem klassischen Telefon habe ich sogar vielmehr Möglichkeiten, um mit meinen Kunden ins Gespräch zu kommen. Ein guter Newsletter ist wie eine digitale Lobby, eine Empfangshalle, von der aus ich als Kunde überall charmant hingeleitet werde. Und wer mich doch lieber auf Facebook anschreiben oder mich antwittern will, kann das dank Link direkt aus dem Newsletter heraus machen. So biete ich meinen besten Kunden, nämlich den hoch involvierten Sympathisanten, alle Informationen und Kontaktmöglichkeiten an einem Ort. Nämlich in seinem digitalen Zuhause, dem persönlichen Postfach.

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Nicht alles gelesen? Unser tl;dr (Too long, didn’t read)

  • Der Newsletter schafft in klarer Abgrenzung zur Kommunikation in Sozialen Medien ein höheres Involvement des Kunden: Er entscheidet sich bewusst für Nachrichten eines Unternehmens in seinem persönlichen Postfach.
  • Kommunikation mit Anspruch: Ein professioneller und auf die Adressaten genau abgestimmter Newsletter ist ein ideales Instrument zur Kundenbindung.
  • Newsletter sind kein Ein-Weg-Medium, sondern eignen sich bestens für den kanalübergreifenden Dialog mit den Kunden.
  • Die Kosten eines Newsletters sind nur bedingt mit denen für Social Media Marketing vergleichbar. Eine genauere Zielgruppenauswahl, umfangreiche Möglichkeiten zur Information und der Pluspunkt „Seriosität“ machen den Newsletter zum Nummer-1-Instrument im B2B-Bereich.

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