Schreibtischhaufen, die manchmal eher im Kopf sind

Kennen Sie das auch? Und schon wieder ist Samstag und eigentlich wollte ich in der Woche noch soviel „erledigen“ (Erledigen – was für ein doofes Wort) Wahrscheinlich ist man aber auch zu kritisch zu sich selbst. Komischer Weise sehe ich vor allem immer die Dinge, die ich nicht geschafft habe. Statt stolz das zu betrachten, was ich die Woche geleistet habe. Das ist sicherlich auch ein persönliches Dilemma.

Dabei ist man in so einer Agentur-Woche absolut von extern gesteuert und von anderen abhängig. „Ständig“ (zumindest gefühlt!) verschiebt sich alles – egal wie man sich wehrt. Termine müsen korrigiert werden, Zuarbeiten & Freigaben kommen nicht rechtzeitig, Prioritäten werden verschoben, neue Anforderungen müssen berücksichtigt werden, Mitarbeiter werden krank, und und und – ganz normaler Alltag. Alles was man sich vorgenommen hat, im ureigenen Arbeitsplan, fällt zusammen wie ein Kartenhaus – zum Glück nur manchmal 🙂

Dabei sind wir in der Agentur von so vielen Terminen abhängig und geprägt, die alle miteinander funktionieren müssen. Ressourcenplanung & Projektpläne, unsere wichtigsten Abhängigkeiten. Alles ist getimt und geplant und vor allem: mit allen abgestimmt! Eigentlich müsste alles laufen wie am Schnürchen. Und damit auch für mich meine Woche ganz klar sein. Aber,ja da ist es wieder, dieses „aber“ und dieses „eigentlich“.

Da stellt sich die Frage: Lohnt sich die Mühe des Plans/der Planung – nur um seiner selbst willen? Oder würde es ansonst genauso funktionieren? Und wenn ich so drüber nachdenke, was hilft? Da gabs doch mal dieses Zauberwort: optimiertes Zeitmanagement! Wie war das gleich in den Seminaren: Aufgabenlisten anlegen, in kurz- bzw. mittelfristige Aufgabenstellungen unterteilen und dann nach Prioritäten sortieren und bei Erledigung abstreichen. Erkennen, was kann ich gleich erledigen, was kann ich jemand anderem delegieren und was muss ich mit mir selbst timen. Und wenn das jeder macht, müsste es doch auch klappen.

Hhhm, müsste. Hhhm, ok, genauso mach ich das. Listen gibt es ständig in jeder Form. Komisch nur, das nichts so unaktuell ist wie die eben erstellte Liste. Ständig ändern sich die Terminanforderungen in den Projekten, Meetings und Präsentationen verschieben sich und neue Aufgaben kommen hinzu. Zuarbeiten kommen nicht zum Termin und somit verschiebt sich die schönste Planung. Also, Liste zerknüllt und neue geschrieben, um ihr wahrscheinlich mit kurzer Lebenszeit das gleiche Schicksal anzutun.

Vielleicht müssten wir zu Projektbeginn uns alle über unser gemeinsames Aufgaben- und Zeitmanagement unterhalten, so wie Spielregeln fürs Projekt? Vielleicht wären dann die Auswirkungen von Zeitverschiebungen Einzelner für die Arbeitsschritte der anderen Projektbeteiligten klarer? Vielleicht wäre dann so eine Woche mal ruhiger? Vielleicht hat man dann eher das Gefühl, alles optimal „erledigt“ zu haben? Vielleicht ist die Woche aber auch einfach zu kurz für meine Aufgabenliste? Einfach zu viele „Vielleichts“. Naja, war mal ein Gedankenspiel. Vielleicht habt Ihr Tipps? Ich bin gespannt.

About Ulrike Püschmann

Ulrike Püschmann ist seit 2001 in der Agentur CREATIVCLICKS als Projektmanager und Konzepter für die Planung & Führung unserer Kundenprojekte verantwortlich. Sie begleitet die Kunden von Beginn an: von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung und steht Ihnen somit als Berater, Moderator und auch als Organisator jederzeit zur Seite. Sie entfaltet ihre Leidenschaft bei Anforderungen die über die etablierten Produkte hinausgehen und mit einer gewissen Komplexität im Projekt und/oder im Prozess zu realisieren sind. Dann wird aus Erfahrung und den analytischen Fähigkeiten eine neue Welt – Ihre neue Onlinewelt.

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