Social Media 2: Von Ratings, Crowdsourced Content und Curated Networks – die Social Media Kanäle im Überblick

Facebook, die VZ-Netzwerke und YouTube gehören in Deutschland zu den bekanntesten Social Media Kanälen. Dafür sprechen auch die aktuellen Nutzerzahlen:

  • Facebook: ca. 16 Mio.
  • Xing: ca. 2,4 Mio.
  • YouTube: ca. 23 Mio.

(Quellen: www.facebookmarketing.de/userdata, www.ethority.de, www.socialmediaakademie.de)

Doch drum herum verteilt sich eine große Palette anderer Möglichkeiten, die nicht alle über eine solche Bekanntheit verfügen. Zur Darstellung hat die ethority (in Anlehnung an Brian Solis und JESS3´s Conversation Prism) eine für den deutschen Markt relevante Version entwickelt. Abgebildet werden hier alle relevanten Konversationskanäle der Social Media Landschaft in Deutschland.

Daran wollen wir uns entlang hangeln und einen kurzen Einblick in die unterschiedlichen Kommunikationsmöglichkeiten via Social Media geben.

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Reviews/Ratings
Beispiel: www.ciao.de
Nach eigenen Angaben ist Ciao eine Community, die zum Nutzen anderer Verbraucher Millionen von Produkten und Dienstleistungen testet und kritisch bewertet. Dahinter versteckt sich also ein Bewertungsportal, was durch die aktive Teilnahme der User lebt.

Social Bookmarks
Beispiel: www.mister-wong.de
Mister Wong startete als ein Portal, auf welchem User Webseiten bewerteten und diese Bewertungen allen anderen zur Verfügung stellten. Mister Wong hat sich mittlerweile erweitert um eine Bibliotheks-Funktion und steht damit für „Freiheit für Dokumente“(Quelle: www.mister-wrong.de). Eigene Dokumente werden auf der Plattform allen zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz zu ähnlichen Portalen kann hier auf die Dokumente kostenlos zugegriffen werden. Ein Blick in die Datenbank lohnt sich!

Question & Answer Sites
Bespiel: www.frag-mutti.de
Wie der Name bereits verrät, helfen sich hier die User gegenseitig, Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. Die Palette reicht dabei von A bis Z. Ob Haushaltstipps, Heimwerk, Technik und Beruf – Wissen wird hier nach Fragen kategorisiert und das ein oder andere Mal findet man wirklich skurrile klingende, aber sehr hilfreiche Tipps.

Live Casting/Lifestreams
Beispiel: www. make.tv/de
Machen Sie selbst Ihr eigenes Fernsehen, im Web, Mobile und On-Air – das ist das Motto von make.tv. User erstellen ihre eigenen Videos oder Shows online in Echtzeit.

Social Shopping/Social Commerce
Beispiel: www.dawanda.de
Eine Ausprägung des E-Commerce, bei der allerdings die aktive Beteiligung der Kunden, die persönliche Beziehung sowie die Kommunikation der Kunden untereinander im Vordergrund steht. Teilweise ist es zusätzlich möglich, eigene Produkte zu gestalten und anzubieten. (Quelle: Dr. Benedikt Köhler)

Crowdsourced Content
Beispiel: www.wikipedia.de
Die Masse der User trägt zur Wissensgenerierung und -sammlung bei und stellt es der Öffentlichkeit, die ebenfalls weiterhin daran arbeiten kann, zur Verfügung.

Collaboration
Beispiel: www.mediawiki.org
Hier steht die Technik im Vordergrund, denn unter collaborations werden diejenigen Plattformen angesprochen, die die Technologien bereit halten, die Dokumentationen ermöglichen und das Teilen dieser ermöglichen.

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Blog-Plattformen
Beispiel: www.wordpress-deutschland.org
Blog-Plattformen ermöglichen es nahezu für jedermann, sich ein eigenes Blog anzulegen. Die Software und ergänzende Zusatzfunktionen stehen für die User bereit. Auch hierbei steht also wieder die Bereithaltung einer technischen Lösung im Vordergrund.

Blog Search
Beispiel: www.blogsearch.google.com
Da sich viele interessante Inhalte nicht mehr nur auf ausgewählten Webseiten befinden, ist keine neue Weisheit. Aufgrund dessen gibt es spezialisierte Suchmaschinen, die Blogs durchsuchen.

Blog Communities
Beispiel: www.blogger.de
Blog Communities können als Blog- Plattformen mit integriertem Bloghosting bezeichnet werden mit der Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen. (Quelle: Dr. Benedikt Köhler)

Micromedia
Beispiel: www.twitter.com
Die Plattform Twitter macht Kommunikation in geringem Umfang, wohl aber mit großem Ausmaß möglich. Kurze Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen verbreiten sich übers Internet.

Twitter Ecosystems
Beispiel: www.twitpic.com
Plattformen, die den bekannten Micromedia-Dienst Twitter ergänzen. Darunter fallen Linkverkürzer, Bilderdienste oder Clients, die Twitternachrichten mit unterschiedlichen Funktionen verwalten. (Quelle: Dr. Benedikt Köhler)

Location based Services
Beispiel: www.foursquare.com
foursquare ist eine standortbezogene Handy-Plattform, mit der man Städte einfacher nutzen und auf interessantere Art erkunden kann. Indem man über eine Smartphone-Anwendung oder per SMS „eincheckt“, kann man Freunden seinen Standort mitteilen und dabei Punkte und virtuelle Badges (Abzeichen) sammeln. Indem Nutzer Informationen über Venues, die sie gern besuchen möchten, notieren können und relevante Vorschläge über Venues in ihrer Nähe sehen können, verleiht foursquare den Erlebnissen in der realen Welt eine neue Dimension. (Quelle: http://de.foursquare.com/about)

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Social Networks
Beispiel: www.facebook.com
Facebook ist mittlerweile wohl das bekanntes social network. Hier bilden sich Freundes- und Bekanntschaftsnetzwerke, die nicht nur miteinander vernetzt sind, sondern sich Inhalte teilen und empfehlen.

Forums
Beispiel: www.chip.de
In einem Online-Forum treffen User aufeinander, die sich mit ihrem Wissen weiterhelfen, Meinungen austauschen oder Ideen nachgehen. Dabei gibt es professionell betriebene Foren, aber auch sehr viele private Foren. Hinter Chip.de steht beispielsweise Hubert Burda Media und stellt Zahlen und Fakten über technische Geräte bereit.

SMS/Voice/Instant Messaging
Beispiel: ICQ
Instant Messaging steht für eine sofortige Nachrichtenübertragung. Dienste wie ICQ ermöglichen es, über dass www kostenfrei miteinander zu chatten oder auch miteinander zu telefonieren. Dabei muss die Software nicht unbedingt fest am eigenen Rechner installiert sein. Auch liefern die Dienste bereits entsprechende Apps, sodass der direkte Chat via Internet über das Smartphone möglich ist.

Interest and Curated Networks
Beispiel: www.fem.com
Diese Plattformen zielen auf ein ganz bestimmtes Interessensgebiet ab. FEM ist ein Partner des Frauensenders sixx. Hier findet Frau alles, was sie sucht: Mode, Schönheit, Trends, Rezepte etc. Es besteht die Möglichkeit zum Kontakt und zum Austausch.

Reputation
Beispiel: www.123people.de
Diese Dienste sammeln zum Teil eigenständig Informationen über eine Person, bei anderen ist es möglich, selbst bestimmen, was über einen persönlich aufgeführt werden soll (Quelle. Dr. Benedikt Köhler). 123people sammelt Fundstellen zu einzelnen Personen. Alles, was einem Namen zugeordnet werden kann, wird hier zusammengestellt.

Location
Beispiel: www.maps.google.de
Location-Dienste wie google maps erleichtern es uns oft, Orte zu finden, Entfernungen auszumachen oder uns navigieren zu lassen. Genau dafür sind sie aber auch da.

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Video
Beispiel: www.youtube.com
Auf diesen Plattformen können User Videos hochladen, sie kommentieren und gegenseitig bewerten. YouTube bietet eine einfache Möglichkeit, dort gespeicherte Videos in eigene Webseiten einzubinden.

Documents & Content
Beispiel: www.docs.google.com
Google Docs macht es möglich, online Dokumente zu verwalten und zu bearbeiten. Auf diese Weise können mehrere Personen an verschiedenen Standorten gleichzeitig an einem Dokument arbeiten.

Gaming
Beispiel: www.gamigo.de
Hinter gamigo steht die Axel Springer AG. Gamigo ist einer der bekannten Anbieter von Massively Multiplayer Online Games (MMOGs) in Europa.

Musik
Beispiel: www.lastfm.de
Eine weitere Möglichkeit sind Musikportale und Streaming-Dienste. Hier können User Musik anhören und sich mit anderen Usern über Lieder etc. austauschen. Auch werden Playlists angeboten, Chartslistungen bereit gestellt und es wird über aktuelle Musiktrends informiert.

Wikis
Beispiel: www.wikipedia.org
Wiki steht für „schnell“. Wikis geben die Möglichkeit, nicht nur schnell Informationen zu lesen, sondern vor allem auch, sich selbst daran zu beteiligen. Sie beruhen auf einer einfachen Software, die es ermöglicht, direkt im Browser Texteinträge u. ä. zu erstellen oder zu bearbeiten.

Pictures
Beispiel: www.flickr.com
Auf Fotoportalen stellen Fotoliebhaber selbst erstellte Fotos zur Bewertung, zum Kommentieren oder zum Weiterempfehlen zur Verfügung. Oft ist es auch möglich, diese Fotos weiter zu verwenden. Hier sollte jedoch genau nachgelesen werden, auf was zu achten ist.

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