Storytelling oder Wie wirken gute Geschichten auf die digitale Marken-Inszenierung ein

Was ist Storytelling?

Der moderne Mensch ist es Leid, wie zu ihm gesprochen wird – von oben herab, sicher eingenistet in die Vokabeln elitärer Kommunikationsstrategien und eingewickelt in die immer gleichen Werbebotschaften. Erwünscht ist eine Kommunikationen auf Augenhöhe mit dem Kunden. Um den Markenkern (Content) entwickelt das Storytelling die kleinen wundersamen Botschaften, die Unternehmenskultur, Normen und Werte in Form von Metaphern und Geschichten greifbarer, lebendiger und vor allem authentischer machen.

Wieso Storytelling?

Man kennt es aus der Schulzeit: Wurde zu Anfang der Stunde das kastenartige Monstrum des Röhrenfernsehers in den Klassenraum geschoben, erhellten sich die Gemüter der durch eintönige Vorträge ermüdeten Schüler. Diverse Studien aus der Hirnforschung zeigen, dass Informationen besser gespeichert werden, wenn möglichst viele Sinne angesprochen werden. Sobald eine Geschichte aus Bild und Ton den öden Lernstoff ummantelt, wird dem Aufbau der Zelle bis zum Satz des Pythagoras etwas von der Gefahr genommen. Und die Geschichte bleibt im Kopf – auch wenn der Film vorbei ist. Ganz ähnlich wirkt das Storytelling: Um Traditionen, Werte und Unternehmenskulturen nachhaltig in den Köpfen potenzieller Kunden zu binden, bietet sich Empathie als bester Schlüssel an. Je nach gewähltem Medium wird der Zuhörer, Leser, Beobachter in die Geschichte rund um die zu vermittelnden Botschaften eingebunden – und genau so angesprochen wie der Passant neben ihm. Damit wird nicht nur die Geschichte auf ein verständlicheres Niveau gesenkt, sondern der Rezipient letztlich zum eigenständigen Mit- und Weiterdenken angeregt. Explizite Beispiele ermöglichen das Sich-in-etwas-hineinfühlen – sei es als potenzieller Besitzer eines Produktes oder Mitglied der Zielgruppe. Eine gute Geschichte wirkt weiter, bietet Gesprächsstoff, ermöglicht Wiedererkennung in weiteren Situationen.

Hook Hold Payoff:

Im Zeitalter minimalster Aufmerksamkeitsspannen muss ein kurzes Fenster reichen, um Interesse zu generieren und zu bannen. Das funktioniert am besten über klare Botschaften, die sich unterschiedlicher Kanäle bedienen.

Wie verschränkt man technische Gegebenheiten, um einer Story die richtigen Plattformen zu bieten?

Von enormer Relevanz ist daher die digitale Inszenierung um eine Marke, bzw. ein Unternehmen. Nur wer sich der gesamten Klaviatur digitaler Möglichkeiten bedient, bringt seine Geschichte öffentlichkeitswirksam nach außen und in die Köpfe derer, die sie erreichen wollen. Damit eine Geschichte unters Volk kommt, muss sie über alle Mediengattungen hinweg erzählt werden. Insbesondere die digitalen (Neuen) Medien wie Websites, Onlinemagazine, Soziale Netzwerke und Apps ermöglichen Unternehmen durch eingängiges Corporate Design einen Wiedererkennungswert. Das Motto jeden Unternehmens muss hierbei COPE (Create Once, Publish Everywhere) heißen. Dabei bedient man sich am besten des „kleinen Wörtchens“ Crossmedialität: Hashtags, QR-Codes und Call-To-Actions verknüpfen interaktive Inhalte über mehrere Kanäle hinweg, sodass eine Geschichte im besten Fall auf einer Plattform beginnt, auf einer anderen weitergeführt wird und auch im Kopf der Kunden nicht aufhört zu wirken.

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