Über einen der auszog, um unter Andersdenkenden überall verstreut zu sein

Social Media und Facebook – beinahe werden diese Begrifflichkeiten synonym verwendet, denn kaum ein anderes Netzwerk ist bekannter und so wollen auch immer mehr Unternehmen dabei sein. Eine gute Entscheidung, der aber zu allererst eine Strategie voraus gehen sollte, um am Ende auch tatsächlich zum Erfolg zu führen.

Nun aber ist Facebook in den letzten Monaten immer mehr ins Visier der Datenschützer geraten. Schleswig-Holstein machte eine klare Ansage „Wer den Gefällt-Mir-Button auf seiner Webseite einbindet, macht sich fortan strafbar“. Grund dafür ist, dass soziale Plugins, wie der Gefällt-Mir-Button, gegen geltendes Rechts verstoßen. Denn weltweit sammelt Facebook (um bei diesem Beispiel zu bleiben) persönliche Daten von Nutzern und schickt sie in die US-Zentrale. Was mit den Daten wirklich passiert, bleibt ein Geheimnis.

Auf der einen Seite ist Facebook aus der heutigen Zeit nicht mehr weg zu denken, andererseits möchte wohl sicherlich jeder Facebook-Nutzer darüber aufgeklärt sein, was mit seinen Daten passiert und nicht ungefragt Rechte abtreten. Schleswig-Holstein hat gekämpft und steht kurz vor dem Ziel, dass die persönlichen Daten der Nutzer in Schleswig-Holstein bleiben und nicht in die US-Zentrale geschickt werden.

Aber gibt es eigentlich eine Alternative zu Facebook, ohne dabei von Google+ zu sprechen?

Diaspora – könnte auf diese Frage die Antwort sein. Dahinter steht ein quelloffener Social-Netzwerk-Dienst, der auf einer verteilten Infrastruktur basiert. Quelloffen heißt, dass absolute Transparenz gewährleistet ist, was die Verwendung der Daten betrifft. Ein weiterer Unterschied zu Facebook: Die Daten werden nicht zentral gespeichert, sondern verteilen sich auf verschiedenen Webservern. Jeder Teilnehmer kann seinen eigenen privaten Webserver betreiben. Damit wäre dann wohl eine absolute Datensicherheit gegeben.

Diaspora bringt auch recht interessante Tools mit, denn Facebook und Twitter sind nicht einfach wegzudenken. Ganz einfach lassen sich beispielsweise die Daten von Facebook ins Diaspora-Netzwerk importieren oder Einladungen verschicken.

Ob sich Diaspora durchsetzen kann oder nicht, wird die Zukunft entscheiden. Aus Sicht der Datensicherheit sollten die Facebook-Nutzer zumindest ein Mal darüber nachdenken.

2 comments

  1. „verstreut sein“ – das klingt so nach „rest in peaces“ 😀
    Ich hoffe, dass sich Diaspora auf lange Sicht durchsetzt und unabhängig bleibt. Das würde die Mühe ersparen Facebook zu verstaatlichen. 😉

  2. Wir werden die Entwicklung beobachten. Die Frage ist, wie wichtig Usern die Unabhängigkeit ist oder besser: wie sehr sie sich eigentlich mit dem Thema beschäftigen.

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