Wollen Sie mein Freund sein?! – Social Media mit Engagement und Strategie

Sind Sie beim samstäglichen Bummel durch die heimischen Shoppingcenter, Einkaufspassagen und Ladenstraßen schon einmal auf die Idee gekommen, ganz selbstbewusst und ohne große Scheu auf eine Gruppe von Menschen zuzugehen, einfach drauf los zu plaudern, was es heute Mittag bei Ihnen zu Essen gibt und dann noch zu fragen „Wollen Sie mein Freund sein?“. In den meisten Fällen würde das eher distanzierte „Sie“ ohnehin durch ein lockeres „Du“ ersetzt – und als i-Tüpfelchen käme dann der Ritterschlag „Gefällt mir“, begleitet durch einen oder auch zwei in die Höhe gestreckte Daumen.

Auf den Kopf gestellt

Die meisten unter Ihnen werden derart bizarre Situationen wohl so noch nicht erlebt haben. Doch was im echten Leben so grotesk erscheint, ist in sozialen Netzwerken wie facebook, Google+, xing, wer-kennt-wen, Lokalisten, Youtube, Twitter und Co. Gang und Gebe. Hier tritt man einfach einer Gruppe bei, ordnet Kontakte bestimmten „Circles“ zu, postet seinen aktuellen Status oder stellt Freundschaftsanfragen. Alles ganz locker – und in den meisten Fällen ohne geplantes Vorgehen und Strategie.

Auch als Marketing- und Kommunikationskanal, den Unternehmen durchaus immer emsiger bedienen, werden Social Media-Netzwerke noch zu häufig ohne konzeptionelle Herangehensweise genutzt. Oftmals wird schlichtweg Präsenz gezeigt – „die Strategie kommt dann später“, erklärt Michael Klinkers, Vorstand der Agentur Nexum in einem kürzlich erschienen Interview mit W&V Online.

Und auch in unserem Agenturalltag erleben wir immer wieder Kunden, die hoch motiviert und engagiert im Web 2.0 Fuß fassen möchten, doch ohne konkrete Zielsetzungen und Strategien.

 

Strategie zählt auch hier

Aber eben diese strategische Herangehensweise, diese konkrete Zielsetzung und Untermalung mit entsprechenden definierten Maßnahmen ist Grundvoraussetzung für nachhaltige Erfolge für das Unternehmen im Social-Media-Bereich. Schließlich sollte es nicht Anspruch eines Unternehmens sein, einfach nur möglichst viele „Freunde“ oder „Fans“ zu haben.

Zwar schmeichelt es der Unternehmerseele, wenn viele Hunderte oder auch Tausende „Fans“, „Follower“ oder „Freunde“ hinter der Marke bzw. dem Unternehmen stehen – doch was nutzen die, wenn man nicht genau weiß, wie man dieses Potential gewinnbringend nutzen kann? Wie füllt man diese Chance mit den Kunden in Dialog zu treten mit Leben? Was bietet man seinen Kunden? Welche Plattformen sind überhaupt relevant? Oder wie kann Social Media im eigenen Unternehmen integriert werden – welche Regelungen sollten für die Nutzung eventuell sogar getroffen werden? Und wie werden Erfolge im Social-Media-Bereich gemessen?

 

Schritt für Schritt

Fragen, die zu Beginn aller Social-Media-Aktivitäten beantwortet werden sollten – auch im Hinblick auf Unternehmens- und allgemeine Kommunikationsziele. Ein grober Social-Media-Fahrplan sollte folglich mit Leben gefüllt werden, um die Erfolgsaussichten eines Web-2.0-Engagements zu erhöhen.

Folgende Eckpunkte – in Fachbereichen als „7c-System“ bezeichnet – sind daher durchzugehen (und detailliert zu beantworten): Welche konkreten Ziele sollen mit dem Social-Media-Engagement verfolgt werden (Contribution)? Mit welcher Strategie lassen sich diese Ziele effizient und creativ verfolgen (Context)? Wen möchte man konkret ansprechen und mit wem muss man Kontakt aufnehmen (Contact)? Wie lassen sich schließlich einzelne Kanäle und Beteiligte sinnvoll miteinander vernetzen (Connection), welche konkreten Inhalte sollen verbreitet werden (Content) und wie kommuniziert man tatsächlich im Dialog mit seinen Kunden (Conversation)? Schlussendlich sollte auch die Wertschöpfung des Engagements gemessen werden (Conversion) – schließlich sagen die reinen „Fanzahlen“ recht wenig über Erfolg und Misserfolg aus.

Falls auch Sie künftig mehr „socialn“ möchten und Begleitung bei den ersten Schritten im Web 2.0 wollen, dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Wir freuen uns auf Ihre Herausforderung und zeigen Ihnen, welche Erfolgsaussichten Social Media als Kommunikationskanal bietet – gern auch hier und da einmal mit einem Post, der ein Schmunzeln hervorruft – sofern es nicht der tägliche Status zum Mittagessen in der Kantine ist.

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